Andachten

Andacht

Andacht 02. Juli 2022

02. Juli 2022 | Kathi Heise

Andacht 02. Juli 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?

Italien, ein wunderschönes Land, seine Berge, sein Flair, seine Strände ... einfach schön für mich. Die Adria mit ihren Campingplätzen und dem breiten Rimini-Strand kannten wir schon. Jetzt wagten wir uns an die Riviera. Wir wollten so oft es möglich war am Strand sein und im azurblauen Meer baden. Meine Tochter drehte ihre Runden und schwamm immer weiter hinaus. Ich wagte mich auch bis zum Hals ins Wasser. Irgendwann spürte ich keinen Boden mehr unter meinen Füßen und geriet in Panik. Ich schnappte nach einer leeren  Wasserflasche und schrie um Hilfe. Vor lauter Rumzappeln stellte ich erst nach einer kurzen Weile fest, dass ich längst wieder etwas Boden unter meinen Füßen hatte. Ich war gerettet! Hast du auch schon einmal eine ähnliche Situation erlebt, in der du in einer bestimmten Lebenslage auch nach dem falschen Strohhalm gegriffen hast? Welcher Strohhalm war deine Rettung? Oft versuchen wir erstmals selbst alles, um die Situation in den Griff zu bekommen, und „rudern“ aus voller Kraft, um aus dem Schlamassel herauszukommen. Doch während wir nur eine Handbreit vor Augen sehen können, gibt es einen, der weiter sieht! Dieser eine, unser Herr und Heiland, ist derjenige, der uns mehr Halt und Stütze bietet als ein Strohhalm oder eine leere Wasserflasche. Wir brauchen nur unsere Hand zu ihm auszustrecken und er hält uns mit seiner fest. Als Jesus im Boot schlief und ein Sturm aufkam, schöpften und ruderten die Jünger auch so lange, bis sie keine Kraft mehr hatten und sich dann ganz erschöpft an ihren Meister wendeten. „Wie kannst du ruhig schlafen, während wir um unser Leben kämpfen? Liegt dir nur so wenig an uns, Herr? Unsere Kraft ist am Ende, wir brauchen deine Hilfe!“ Jesus kennt unsere Lebenssituation ganz genau. Er möchte, dass wir ihn um Hilfe bitten, ihm sagen, was uns Kummer macht, alles an ihn abgeben und darauf vertrauen, dass er alles richtig macht. Herr, hilf mir, dass ich stets dich anstatt eines Strohhalms ergreife, egal was mir in meinem Leben begegnet. 

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