Andachten

Andacht

Andacht 21.11.2021

21. November 2021 | Hartwig Lüpke

Andacht 21.11.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Er [Jesus] ist auferstanden … der Herr ist wahrhaftig auferstanden.

Was die Trauernden aus dem Mund des Engels hörten, muss ein Schock für sie gewesen sein. „Auferstehung“ – das Wort klingt so fremd, auch in unseren Ohren. Da reimt sich nichts. Auferstehung ist für uns absolut unvereinbar mit jeglicher Erfahrung. Aber dann bricht das Staunen durch! Der Tod und sein Verursacher sind bezwungen, entmachtet, nur noch zeitlich begrenzt auf Beutezug. Der Sieg Jesu hat das Leben gebracht, die Rettung, die Ewigkeit. Eigentlich unmöglich. Aber Jesus hat es vollbracht. Seine Auferstehung ist realer als alles, was wir für möglich halten. Ja, seine Möglichkeiten sind immer tausendmal realer als unsere Wirklichkeiten. Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden und lebt. Belauschen wir ein Gespräch zwischen einem Erwachsenen und einem Kind. „Man schläft ein, aber man wacht nicht wieder auf“, erklärt der Große den Tod. Daraufhin das Kind, scheinbar naiv, doch fröhlich und von großartiger Tiefe: „Ich wache immer auf.“ Es mag sich eine ganze Welt gegen dieses fröhliche Aufwachen verschworen haben. Auf Jesus aber ist Verlass, wenn er verspricht: Nur noch eine kurze Spanne bis es geschieht: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Joh 14,19) Wir hätten den Tod für das Sicherste gehalten, was es auf dieser Welt gibt. Aber nun ist er an dem Gekreuzigten gescheitert, zerbrochen. Nun möchte und darf Jesus die Basis und die Zielvorgabe für unser Leben sein. Ja, es geht auch für uns durch den Tod hindurch hin zum ewigen Leben. Christen verharren nicht im Tod. Sie werden auferstehen, wie auch ihr Herr auferstanden ist. Vergewissern wir uns noch einmal: Nichts ist sicherer als der Tod? Nein! Für Nachfolger Jesu ist nichts sicherer als die Auferstehung, das Leben. Der Tod ist überwunden, entmachtet. „Die Engel lachen dem Tod ins Gesicht“ (Michael Trowitzsch). Und wir leben in der Gewissheit: Wenn es Zeit ist, wird der Auferstandene von seinem Reich aus unsere Hand nehmen und uns an sein Herz ziehen. Dann bist du, unser Herr Jesus Christus, ja wirklich bei uns. Dann bist du unser Wegbegleiter. Dann bist du erst recht unser Weggefährte zu unserer eigenen Auferstehung. Du bist derjenige, der über Nacht alles von Grund auf verändert hat.

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