Andachten

Andacht

Andacht 02.04.2021

02. April 2021 | Claudia Mohr

Andacht 02.04.2021

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut … sei Ehre und
Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Es half nichts, ich musste es zugeben. Ich hatte mich im Dunkeln verlaufen. Noch dazu in meinem eigenen kleinen Heimatort. Wie peinlich. Normalerweise passiert mir so etwas nicht, aber jetzt schaute ich mich suchend um. Vielleicht konnte ich ja etwas entdecken, das mir weiterhalf. Doch was nur? Alles war dunkel und die Häuser schienen alle grau zu sein. Ich hob meine Augen über die Dachfirste und da sah ich meine Rettung: ein helles Kreuz. Es leuchtete von der Spitze eines Kirchturms herunter. Plötzlich wusste ich, wo ich war und kannte den Weg nach Hause. Das Kreuz gab mir Orientierung. Nun konnte ich mich auch im Dunkeln zurechtfinden und es brachte mich sicher nach Hause. Auch in der Bibel finden wir immer wieder Hin-weise auf das Kreuz. Jesus starb am Kreuz. Es ist das Zentrum des Evangeliums, hier vollzog sich unsere Rettung. Bereits am Anfang der Bibel werden wir auf den Kreuzestod hingewiesen. In 1. Mose 3,21 bekommen Adam und Eva Felle als Bekleidung. Warum Felle? Kalt was es doch sicherlich nicht und Gott hätte doch auch ökologische Baumwollunterwäsche stiften können, oder nicht? Nein, es wird stattdessen blutig, Gott tritt hier als Priester auf und lehrte die Menschen ein neues Ritual. Er vollzog die erste kultische Handlung in Zusammenhang mit der Sünde und opferte ein Tier. Gott wies so auf den hin, der da einmal kommen sollte, um die Sünde zu tilgen und ewiges Leben zu schenken. Diesen Gedanken finden wir durch die ganze Bibel hindurch immer wieder neu dargestellt. Auch im letzten Buch der Bibel gibt es Hinweise auf den Kreuzestod Jesu. In Offenbarung 1,5 wird von seinem Blut gesprochen, das er zur Vergebung unserer Sünden vergoss. Weiter wird Jesus dort als Hohepriester dargestellt, der im Tempel dient. Und es geht schon wieder um das Blut. Ganz deutlich sind hier die Parallelen zum Heiligtumsdienst im Alten Testament. Jesus macht uns frei von Sünde. Erinnern wir uns heute am Karfreitag an Jesu Tat am Kreuz. Das Kreuz gibt uns Orientierung in unserem Leben, weil wir wissen, dass Jesus uns liebt. Ihm sei Ehre! Amen!

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