Andachten

Andacht

Andacht 28.07.2020

28. Juli 2020 | Thomas Lobitz

Andacht 28.07.2020

Bildnachweis: misterQM / photocase.de

Wir wollen uns freuen und jubeln und ihm die Ehre geben! Der Hochzeitstag des Lammes ist gekommen; seine Braut hat sich bereitgemacht.

Vor zwanzig Jahren lief ein Film mit dem Titel Die Braut, die sich nicht traut im Kino. Darin ging es um eine Frau (gespielt von Julia Roberts), die mehrere Verlobte unmittelbar vor dem Trauversprechen düpiert, indem sie kurzerhand die Flucht ergreift. Dann lernt sie einen weiteren Mann kennen (gespielt von Richard Gere), und nach einigen Verwicklungen stehen die beiden vor dem Traualtar. Doch kurz vor dem Jawort rennt die Braut – diesmal irritiert von einem Fotoblitz – erneut davon. Aber natürlich heiraten die beiden zu guter Letzt und alles wird gut.
Zweifellos ist das Eheversprechen eines der folgenreichsten des Lebens. Schließlich gelobt man dem Partner lebenslange Liebe und Treue „in guten wie in schlechten Zeiten“. So mancher, der sich im rosaroten Liebestaumel befindet, ist sich jedoch der Tragweite dieses Versprechens nicht bewusst, sonst kämen bei dem oder der Heiratswilligen vielleicht doch noch Fluchtgedanken auf.
In der Bibel wird die Gemeinde mit einer Braut verglichen, die auf den Bräutigam (Jesus Christus) wartet, um sich mit ihm zu vermählen. (vgl. den heutigen Andachtstext) Man stelle sich vor, der Bräutigam überlegte es sich anders und ließe die Braut im Stich. Doch Christus hat der Braut seine feste Zusage gegeben und dies mit seinem Tod dokumentiert. Statt eines Eherings bezeugen seine Narben sein unverbrüchliches Ja zu uns Menschen.
Die Braut, also die Gemeinde und damit wir Gläubigen, kann sich der Treue Christi gewiss sein. Nun liegt es an uns, wie wir auf den göttlichen „Heiratsantrag“ reagieren. Sind wir die Braut, die sich traut? Wenn wir das Ja des Bräutigams erwidern und mit ihm in einer Beziehung leben, die viel mit einer Ehe gemeinsam hat, so wird er uns durch gute und schlechte Zeiten hindurch lieben und führen – was Untreue unsererseits nicht ausschließt. Aber sollte es tatsächlich zu einer Trennung, also einer Abkehr von Gott, kommen, so würde er uns selbst dann nicht den Weg verbauen, zu ihm zurückzukommen. So ist Gott!

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