Andachten

Andacht

Andacht 24.03.2020

24. März 2020 | Wilfried Krause

Andacht 24.03.2020

Bildnachweis: misterQM / photocase.de

Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Mit diesem Segenswort grüße ich alle, die in diesem Jahr bereits Geburtstag hatten oder noch haben werden. Besonders angesprochen fühlen dürfen sich natürlich jene, die heute ihren Ehrentag begehen.
Kinder sehnen sich diesen Tag herbei. Anders reagieren Menschen ab 50: „Und schon wieder ein Jahr älter!“ Wer die 70er-Grenze hinter sich gelassen hat, stellt fragend fest: „Wo sind bloß die Jahre geblieben? Es ist noch nicht so lange her, dass ich 30 wurde!“ Wie auch immer: Der Geburtstag ist für die allermeisten ein besonderer Gedenk- oder Festtag. Die Kinder lieben ihn wegen der Geschenke. Geradezu herbeigesehnt wird der 17. Geburtstag von Jugendlichen, denn dann darf man selbst Vaters oder Mutters Auto steuern, wenn auch noch in Begleitung. Mit 18 fallen alle Fesseln elterlicher Gängelung. Allerdings darf man sie und die Großeltern noch nicht ganz aus den Augen verlieren, denn wer sonst soll das erste Auto finanzieren?
In den darauffolgenden Jahrzehnten werden kleinere und größere Feste gefeiert, die unserem Leben Farbe geben. Unlängst fragte ich bei einer Frau an, welches für sie das schönste Erlebnis im letzten Jahr war. Sie schrieb zurück: „Ich wurde dieses Jahr 85 Jahre alt. Bis hierher hat mich Gott gebracht. Er hat mich getragen und erhalten. Ihm sei Lob und Dank!“ Die Wahlberlinerin berichtete dann von einem herrlichen Fest im Kreise ihrer Familie, das sie im Vogtland, ihrer eigentlichen Heimat, erleben durfte.
Kommen wir zum Wesentlichsten. Zu seiner Geburt hat niemand etwas beigetragen. Wir glauben, eine Einzelanfertigung unseres Schöpfers zu sein. Meine Mutter hat mich unter Schmerzen zur Welt gebracht und mich viele Jahre umsorgt. Auf der Reise durchs Leben lief nicht alles glatt. Manche drohten Schicksalsschläge aus der Bahn zu werfen. Wohl dem, der dennoch Gott danken kann.
Niemand weiß, wie viele Geburtstage er noch feiern wird. Wer sich aber unter den Segen Gottes stellt, darf fröhlich und gelassen seines Weges ziehen.
Der Herr segnet die Alten und die Jungen. Die Gesunden und Kranken sind von Gottes Zuwendung abhängig. Seine Güte gilt den Armen und auch den Reichen. „Gelobt sei der Name des Herrn!“

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