Andachten

Andacht

Andacht 23.03.2020

23. März 2020 | Friedhelm Klingeberg

Andacht 23.03.2020

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird’s nicht vergeben, weder in dieser noch in der künftigen Welt.

„Lieber Herr Klingeberg, welches sind die Sünden gegen den Heiligen Geist?“ Wer so fragt, der ist auf seinem Glaubensweg schon weit gekommen. Gleichzeitig spüre ich die Angst, die dahintersteht: Könnte es sein, dass ich längst verloren bin, ohne es überhaupt zu merken? Könnte es sein, dass ich Sünden begangen habe, die mir selbst Christus, der Erlöser, nicht vergeben kann?
Hast auch du dir schon einmal diese Frage gestellt? Dann kann ich dir gleich auf zweifache Weise Mut machen. Erstens gibt es nicht mehrere, sondern tatsächlich nur eine einzige Sünde, die sogar der Erlöser der Welt nicht vergeben kann. Und wer zweitens ernsthaft darüber nachdenkt, ob er diese Sünde irgendwann begangen haben könnte, der ist ganz gewiss noch mit dem Herrn verbunden, denn Gottes Geist wirkt offensichtlich noch in seinem Leben. Wäre es nicht so, würde er sich diese Frage nicht stellen.
Was hat es nun auf sich mit der Sünde gegen den Heiligen Geist? Schauen wir, in welchem Zusammenhang Jesus das Wort über die unvergebbare Sünde sagte, dann wird die Sache erstaunlich klar. Unser schwieriges Jesuswort folgt nämlich direkt auf die Heilung eines Besessenen und die Reaktion einiger Pharisäer auf dieses Wunder: „Als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen.“ (Mt 12,24) Im Klartext: Dieser Jesus kann nur Wunder tun, weil er mit dem Teufel persönlich im Bunde steht. Das haut rein – und Jesus antwortet ebenso kompromisslos.
Wer das Wirken des Geistes Gottes wider besseres Wissen dem Bösen zuschreibt, der zerstört die rettende Beziehung zwischen sich selbst und dem Allmächtigen, und ist deshalb für immer verloren. So einfach ist das – und so furchtbar. Aber ich bin dankbar für diese klare Orientierung, denn sie nimmt mir die Angst und motiviert mich dazu, mich auch heute ganz eng an Jesus und sein Wort zu halten.

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