Andachten

Andacht

Andacht 07.11.2019

07. November 2019 | Gerhard Wagner

Andacht 07.11.2019

Bildnachweis: froodmat / photocase.de

Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens, bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt!

In den Jahren 2016 und 2017 wurden in einigen Staaten neue Regierungen gewählt. Die Medien berichteten teilweise sehr ausführlich über Begegnungen mit den Regenten und deren Verhalten gegenüber den Medien, der Öffentlichkeit und den Gegnern. Mir fiel auf, dass es zum guten Verhalten gehört, dem Machthaber mit Ehre zu begegnen, ihn oder sie zu respektieren sowie in der passenden Kleidung und nicht mit leeren Händen zu erscheinen. Wenn wir selbst eine Einladung annehmen, bringen wir dem Gastgeber Ehre und Achtung entgegen und manchmal auch Geschenke.
Wie begegnen wir dem lebendigen Gott? In der Öffentlichkeit wird inzwischen nur noch selten von Gott gesprochen, außer in Predigten und Andachten. Welche Haltung wäre angemessen, dem Herrn des Universums zu begegnen? Der Psalmdichter beschrieb schon vor etwa 3000 Jahren, wie man zu Gott kommen soll, wie der eingehende Bibeltext zeigt. Gott ist der Herr, ihn beten wir an; wir denken und sprechen mit Hochachtung von und mit ihm.
Bei Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, zum Erntedank und zu manchen Feiertagen beschenken wir einander. Das ist gut so und zeigt unseren Respekt und unsere Wertschätzung dem anderen gegenüber. Wenn wir über Gott sprechen, denken wir mehr daran, wie Gott den Menschen beschenkt, und nicht andersherum, denn er gibt uns Leben, Fähigkeiten und Hoffnung. Es ist aber sicherlich richtig, sich auch Gedanken darüber zu machen, unserem Gott und Erlöser Geschenke zu bringen, ihm eine Freude zu machen. Kinder beschenken ihre Eltern ja auch, obwohl sie nur das geben können, was sie vorher von ihnen erhalten haben. Trotzdem freuen sich Eltern über solche Aufmerksamkeiten ihrer Kinder.
Gott freut sich ebenso, wenn wir ihn achten, ehren, anbeten und ihm Geschenke bringen. Das kann eine dankbare Gesinnung sein oder von dem Evangelium und unserem Glauben an Gott zu erzählen. Wir ehren ihn in der Gemeinde, im Gespräch mit unserem Nächsten und wenn wir Gemeinschaft mit ihm suchen, in unserer persönlichen Andacht. Gott wird geehrt, wenn wir in ehrlicher Haltung zu ihm kommen und Zeit für ihn haben.

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