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... mit großer Verwandtschaft

Wer zu einer großen Familie gehört, hat auch viele Verwandte. Sie gehören zu uns und wir zu ihnen. Eine Familie verbinden gemeinsame Vorfahren, gleiche Erlebnisse und denkwürdige Begegnungen: Fest- und Feiertage, Jubiläen und anderes mehr.

Spannungsreiche Beziehungen

Unter Christen ist es im Grunde genommen nicht viel anders. Man kann die Christenheit mit einer großen „Sippe“ vergleichen, in der es mehrere „Familien“ gibt, deren Verhältnis zueinander nicht immer harmonisch und konfliktfrei ist. Je näher man zueinander steht, desto freundschaftlicher kann die Beziehung verlaufen – umso größer können aber auch die Spannungen werden, wie dies auch unter leiblichen Geschwistern der Fall ist.

Ein Blick in die lange Geschichte und auf die aktuelle Lage der Christenheit bestätigt dies. Die Folgen des Schismas von 1054 sowie der Trennung im 16. Jahrhundert sind bis heute nicht überwunden. Zwar sind sich die orthodoxen, katholischen und reformatorischen Traditionen nähergekommen – ein gemeinsames Abendmahl feiern sie jedoch immer noch nicht. Trotz des mit großen Erwartungen verknüpften ökumenischen Aufbruchs der letzten Jahrzehnte sind eine Reihe unübersehbarer – möglicherweise unüberwindlicher – Hindernisse geblieben. Manche fürchten sogar eine ökumenische Eiszeit, die das bisher Erreichte wieder gefährden könnte.

„... damit sie alle eins seien“

Siebenten-Tags-Adventisten sind aufmerksame Beobachter dieser Entwicklungen. Mit allen Christen sehnen sie sich danach, die „Einheit in Wahrheit“ zu verwirklichen, von der Jesus sprach (Johannes 17). Deshalb laden sie beispielsweise gläubige Christen – unabhängig von ihrer Konfessionszugehörigkeit – zum Abendmahl ein. Sie fördern die weltweite Verbreitung der Bibel und beteiligen sich mancherorts am Weltgebetstag der Frauen, an den Allianz-Gebetswochen und evangelistischen Großveranstaltungen (z.B. ProChrist). Darüber hinaus führen sie bilaterale Gespräche mit anderen Kirchen und pflegen Kontakte zu ökumenischen Gremien.

Gleichzeitig beobachten Adventisten mit einiger Sorge, dass das ökumenische Miteinander in versöhnter Verschiedenheit auch ein Nebeneinander widersprüchlicher und dem biblischen Zeugnis teilweise widersprechender Auffassungen zur Folge hat. So sehr sie die Traditionen anderer Kirchen – und Religionen – respektieren, gleichwohl wissen sie sich gebunden an die Lehren der Heiligen Schrift. Ihre ökumenische Vision finden sie in der Weisung, die Jesus seinen Jüngern gab: „Geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe.“ (Matthäus 28,19.20 NL)

Im letzten Buch der Bibel sieht Johannes in prophetischer Schau, wie die Verkündigung des ewigen Evangeliums Menschen aus allen Nationen und Völkern, Rassen und Sprachen – man darf hinzufügen: Konfessionen und Religionen – vereint, die so beschrieben werden: „Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!“ (Offenbarung 14,6.12) Siebenten-Tags-Adventisten wollen Teil dieser wahrhaft ökumenischen Bewegung sein.

© Siebenten-Tags-Adventisten in MRV

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